Geschichte unserer Pfarrei

Dankbar blickt unsere Pfarrei auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Viele Generationen von Christen vor uns haben die Geschichte unserer Heimat geprägt und sind uns im Glauben vorangegangen. Die Anfänge des Christentums in unserer Region reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, damals soll Bischof Benno die Sorben missioniert haben. Danach entstand auch in Wittichenau ein eigenes Kirchspiel. Mit dem im 13. Jahrhundert gegründeten Kloster Marienstern ist die Wittichenauer Pfarrei bis heute eng verbunden. Als in den Wirren der Reformation das Bistum Meißen unterging, blieb Wittichenau katholisch. Durch den Wiener Kongress kam die Pfarrei Wittichenau zum Erzbistum Breslau, von dem es nach dem Zweiten Weltkrieg in das neu gegründete Bistum Görlitz überging.

Jahr Ereignis
  Gründung um das Jahr 1200 mit einer Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht war
  Die Familie von Kamenz gibt dem Ort Kulow den Namen Wittichenau, nach Withego I. von Kamenz
1248 Dem neu gegründeten Zisterzienserinnen-Kloster Marienstern wird Wittichenau übereignet - damit ist ein Wechsel des Kirchenpatronats zu Mariä Aufnahme in den Himmel verbunden.
1286 Wittichenau wird erstmals Erwähnung als Stadt erwähnt.
1300 Mit weiteren 198 Pfarreien gehört Wittichenau zum Archidiakonat Bautzen.
1440 bis 1445 Wiederaufbau der durch die Hussiten zerstörten Kirche. Die Stadtkirche wird als spätgotische Hallenkirche neu erbaut.
1491 Gründung der St. Sebastiani-Schützenbruderschaft
1527 Kirchenerweiterung zu den heutigen Maßen, dazu wird die Kirche um zwei Pfeiler erweitert.
1540 Die Osterreiter reiten erstmals nach Ralbitz. Bis zum Jahr zuvor ritten sie nach Hoyerswerda, das durch die Reformation aber nunmehr evangelisch geworden war.
1575 Die Pfarrei wird vom Apostolischen Administrator Leisentritt besucht.
1620 Evangelische Soldaten besetzen die Kreuzkirche.
1639 Die Schweden verfehlen (in der Nähe von Brischko) Wittichenau im Nebel.
1672 Gründung der Rosenkranzbruderschaft durch Pfarrer Nikolaides
1675 Der Rosenkranzaltar erhält seine heutige Gestalt.
1680 Beginn der Wallfahrten nach Rosenthal
1681 Der Krippenaltar erhält seine heutige Gestalt.
1700 Pfarrer Dubenka pilgert mit einigen Gemeindemitgliedern nach Rom. Sie bringen die Reliquien des Martyrers Bonifatius mit.
1722/23 Der Hochaltar wird errichtet durch den aus Wittichenau gebürtigen Prager Bildhauer Mathias Wenzel Jäckel.
1780 Bei einem großen Stadtbrand wird auch die Kreuzkirche zerstört, die danach wiederaufgebaut wird. Daneben entsteht das Jakubetzstift als Armenhospital und später als Schule.
1821 Wittichenau kommt mit einem Teil der Oberlausitz zum Erzbistum Breslau.
1824 Nach über 500 Jahren muss das Kloster Marienstern seine Schutzherrschaft über Wittichenau an den preußischen Staat abgeben.
1871 Errichtung des neuen Friedhofs an der Kamenzer Straße
1881 Gründung der Wittichenauer Kolpingsfamilie
1935 und 1972 Gesamterneuerungen des Kirchenraumes
1949 Nachdem im Krieg die Glocken abgegeben werden mussten, wird das Geläut durch neue Glocken ergänzt.
1972 Der nach dem Zweiten Weltkrieg verbliebene deutsche Teil des Erzbistums Breslau jenseits von Oder und Neiße wird Apostolische Administratur Görlitz.
1994 Wittichenau gehört zu dem aus dem deutschverbliebenen Teil des Erzbistums Breslau neu gegründeten Bistum Görlitz.
2009 Beginn der äußeren Instandsetzung der Pfarrkirche. Das gesamte Kirchdach wird erneuert und der ursprüngliche Dachreiter wiedererrichtet und mit einer Wandlungsglocke, die dem Hl. Christophorus geweiht ist, ausgestattet.
2010

Die aus der ursprünglichen Wittichenauer Missionsstation 1901 errichtete Pfarrei St. Joseph, Bernsdorf, wird durch bischöfliches Dekret aufgehoben und in die Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt, Wittichenau, inkorporiert. Bernsdorf bleibt Filialgemeinde.

Die gesamte Außenfassade der Pfarrkirche wird erneuert und erhält wieder den ursprünglichen gotischen Farbanstrich.

2018 und 2019 Das Kircheninnere wird neu gestaltet. Für die Erneuerung der Heizungsanlage, des Fußboden und des Bankgestühls sowie der Neugestaltung des Altarraums und der Bemalung des Innenraums wird die Kirche jeweils für mehrere Monate gesperrt. Während der Bauphase finden die Gottesdienste in der Kreuzkirche statt. Am 6. Dezember 2019 wird die renovierte Kirche durch Bischof Ipolt wieder in den Dienst gestellt.