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Ostern

Liebe Ministranten, liebe Eltern,

Triumph, der Tod ist überwunden, zum Leben der Unsterblichkeit, ist selbst der Weg durchs Grab gefunden, Bekenner Jesu singt erfreut: HALLELUJA!

Eine lange Zeit des Fastens und Betens, des Verzichts und auch der Besinnung liegt hinter uns. In dieser Zeit ertönte in den Gottesdiensten kein lautes Gloria und auch ein frohes Halleluja dürfte jeder von Euch in der Messe vermisst haben… in den letzten Wochen und vor allem in der Karwoche und den Tagen unmittelbar vor Ostern ging es vor allem um Leid und Trauer - um Umkehr und Buße - um Tod und Ende.

Am Gründonnerstag gedachten wir der Einsetzung der Eucharistie durch Christus selbst und seiner unbegrenzten Hingabe für uns Menschen, wir beteten mit ihm am Ölberg und flehten mit Jesus zusammen, den bitteren Kelch, an ihm - an uns - vorübergehen zu lassen. 

Am Karfreitag gingen wir das letzte Stück des irdischen Weges mit Jesus, hörten von seinem Leid, seinen Todesqualen und verehrten das Heilige Kreuz, an dem er starb. 

Der Karsamstag als Tag der Grabesruhe lud uns ein, an Jesu Grab zu trauern und zu beten.

Und nun? In der Osternacht geschah das, was für uns unbegreiflich und entgegen jeder weltlichen und wissenschaftlichen Logik ist - DAS GRAB IST LEER, DER HEILAND IST ERSTANDEN!

Gott zeigt uns Menschen, dass er mächtiger ist als jede irdische Gewalt - ja selbst mächtiger als der Tod! Wir Menschen haben Jesus verraten, gefoltert, verschmäht und gekreuzigt - nicht nur damals, sondern auch heute, aber Gott steht über dem allen und erweckt seinen Sohn auf.

Doch wie können wir Jesu Leiden und Sterben, aber auch seine glorreiche Auferstehung am Ostermorgen in unserem Leben wirksam und greifbar erkennen?

Gott zeigt uns mit dem Tod und der späteren Auferweckung seines geliebten Sohnes, dass er uns Menschen - jeden Einzelnen - unendlich liebt und nicht in der Sünde und im Tod lassen kann und will. Aber wenn wir den Weg zur Auferstehung betrachten, können wir noch eine weitere Erkenntnis gewinnen:

Bevor etwas auferstehen kann, bevor etwas ganz neu werden kann, muss es erst einmal zugrunde gehen, zerbrechen, sterben. Jesus muss den bitteren Kelch trinken, den der Vater ihm reicht - nur durch das Kreuz kann ihm und uns das Leben geschenkt werden. Ohne den Tod gibt es auch kein ewiges Leben - gibt es gar kein Leben. 

Genauso geht es uns in unserem täglichen Leben vielleicht auch: erst, wenn wir etwas loslassen, wenn wir aufhören, zu verzweifeln und nach vorn blicken, dann ist es möglich, etwas neu zu beginnen. Oft merken wir erst, wenn wir etwas verlieren, das uns lieb war, WIE wichtig und WIE lieb es uns war. Doch dann lernen wir auch erst zu schätzen, welchen Wert es für uns und unser Leben - unser Glücklichsein hat.

Wir sollten immer daran denken, dass Gott uns führt - auch im Leid, in Krankheit, im Tod eines lieben Angehörigen oder in jeder Situation, die uns an den Rand der Verzweiflung treibt. Auch wenn einmal alles dunkel und aussichtslos erscheint - Gott ist bei uns. Und er hat einen Plan, eine Idee für uns. 

In seinem Plan für uns kommt jedoch nicht nur der Ostersonntag vor - sondern auch der Karfreitag! 

Das aber keinesfalls grundlos, denn Gott will uns nicht quälen. Er liebt uns und weiß, was er tut - er allein ist es, der unser Leben wieder ganz und vollkommen machen kann. Nur dafür müssen wir manchmal erst loslassen, dafür muss erst etwas enden und wir müssen es zulassen. Dann aber dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott es heilt und uns wirklich zum ewigen Leben und Glück führt! In jedem Kreuz ist Heil!